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ZVV-Strategie 2024 - 2027: Krise und Zukunft

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Erstellt am 21.07.2021 durch IGV Zrich
ZVV-Strategie 2024  2027: Krise und Zukunft
Der V-Ausbau trotz Pandemie, die Dekarbonisierung und Digitalisierung sowie Tempo30 waren bei der Prsentation der ZVV-Strategie 2024-2027 am 16.7.2012 die Themen. Regierungsrtin Carmen Walker Sph, Prsidentin des Verkehrsrates und ZVV-Direktor Dominik Brhwiler setzten sich mit engagierten Voten fr den hervorragenden V im Kanton Zrich ein. Die IGV Zrich nimmt das wohlwollend zur Kenntnis. Der weitere Ausbau, die Dekarbonisierung und Digitalisierung gehren zur Fortfhrung der langfristigen ZVV-Strategie, die Pandemie und Tempo30 zhlen zu nicht geplanten Strungen der V-Erfolgsgeschichte im Kanton Zrich.

V-Ausbau in Pandemiezeiten

Nein, kein S-Bahn-Ausbau in diesem Zeithorizont, hier ist ein Sprung nach vorne erst 2035 (STEP2035) zu erwarten, wenn der Mehrspurausbau ZrichWinterthur (u.a. Brttenertunnel) und das vierte Gleis im Bahnhof Stadelhofen gebaut sind.
Aber auf der Schmalspur gibt es mehr Schienen. Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2022 wird die Limmattalbahn auf ihrer ganzen Lnge in Betrieb gehen. Die gut 44 Meter langen Zweirichtungs-Fahrzeuge von Stadler Rail sind in Produktion im Stadler-Werk in Valencia (Spanien).
LTB-Dietikon
Damit strecken sich die Fhler der Trams und Stadtbahnen nicht nur nach Kloten sondern auch in den Kanton Aargau ber die Zrcher Stadtgrenzen aus. In der konkreten Planung ist auch die Verlngerung der Glattalbahn bis an die Grenze zu Bassersdorf. In den Startlchern bereit ist die Planung des Trams Affoltern. Dieser Kredit soll 2024 in den Zrcher Kantonsrat kommen eine allerdings nicht ganz nachvollziehbare lange Dauer. Die langfristige Planung, das Weiterdenken im V zeigen, dass gerade in Krisenzeiten in die Zukunft geschaut werden muss der ZVV rechnet bereits 2025 mit mehr Reisenden als vor der Pandemie.

Auch wenn uns noch das Meiden Sie den V in den Ohren nachhallt: Die Erfahrung zeigt, dass wir im Massentransportmittel auch virenmssig sicher unterwegs sind. Klar tragen wir vermutlich noch lnger eine Maske in Bahn, Tram und Bus aber das ist wohl das kleinste bel. Die Impfung wird unser bester Weg sein, diese Pandemie mglichst bald einzudmmen. Man schtzt sich und andere damit.
Fr die Transportunternehmen des ffentlichen Verkehrs bedeutete dieses sich Fernhalten vom V aber auch grosse finanzielle Verluste. Der Transportauftrag musste erfllt werden, die Kosten blieben, die Einnahmen fehlten. Fr 2022/23 rechnet der ZVV mit einem um 177 Millionen hheren Rahmenkredit als geplant.

Dekarbonisierung, Digitalisierung, Tempo30

Bahn und Tram knnen bei der Dekarbonisierung nicht gemeint sein, weil sie seit Generationen e-mobil sind ausser ihr Strom kommt aus fossilen Kraftwerken im Ausland. Gemss ZVV werden 87% der Verkehrsleistungen elektrisch erbracht, die restlichen 13% entfallen auf Dieselantriebe, vor allem auf Busse und wohl auch auf Schiffe. Die Busflotte in den Stdten wird konsequent auf Trolley-und Batteriebusse umgestellt. Ausserhalb der urbanen Gebiete werden die Dieselbusse mehr und mehr durch elektrische Antriebe ersetzt. Aber: Selbst wenn der V knftig mit einem kleinen CO2-Ausstoss unterwegs ist, bleibt er das effizienteste Fortbewegungsmittel, wenn Massen zu bewegen sind.

Gerade auch die Pandemie gab den digitalen technologischen Entwicklungen zustzlich Schub. Zumindest im Billetverkauf will der ZVV noch vermehrt auf den stark wachsenden online-Verkauf (check-in, easyRide) setzen, auch wenn er weiterhin allen Personen den Zugang zum V-System ermglichen will. Wie die IGV Zrich bereits im Mai unter V knftig mehr als Tram- und Buslinien erwhnte, sollten die digitalen Mittel letztlich die ganze Transportkette abdecken, hin zur Mobilitt as a service (MaaS).

Ja, Tempo30 innerorts, flchendeckend, auch auf Haupt- und V-Achsen! Das war auch an der Medienkonferenz ein Schwerpunkt. Sowohl die Regierungsrtin als auch der ZVV-Direktor bangen zu Recht um die Qualitt des Zrcher V. Die IGV Zrich hat sich bereits im Mrz unter Dem V weht ein rauer Wind entgegen dazu geussert. Im Gegensatz zum pauschalen Wahlkampf-Entscheid der beiden Stdte will die Kantonsregierung eine pragmatische Gesamtverkehrsdiskussion fhren. Verkehrsmassnahmen mssen in jedem Einzelfall begutachtet werden, damit nicht das V-System und generell das Verkehrssystem darunter leiden. Das kann nur im Dialog gelst werden. Das letzte Wort ist hier noch nicht gesprochen.

Bezugnehmend auf die aktuelle ZVV-Strategie hat Stefan Hotz in der NZZ vom 19.7.2021 unter dem Titel Spartickets im V sind der falsche Weg einen lesenswerten Artikel geschrieben (als pdf). Er weist dabei auch auf Fragen der Tarifautonomie auf, die im Rahmen der Alliance SwissPass immer in Frage gestellt wird.

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