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«Corona und die Verkehrswende: Chancen, Risiken und Handlungsbedarfe» - ein Gastbeitrag

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Erstellt vor 3 Monaten durch IGV Zrich
"Was bringt 2020 fr die Mobilitts- und Verkehrswende?" schrieb der Verkehrsplaner Burckhard Horn Ende Januar 2020 in einem Blog quasi noch coronalos. Nur zwei Monate spter mitten in einer Pandemie, die uns alle herausfordert macht er sich Gedanken unter dem Titel Corona und die Verkehrswende: Chancen, Risiken und Handlungsbedarfe. In einem news-letter schreibt er: Fr unser Mobilitts- und Verkehrssystem und das eigene Verhalten hat diese Entwicklung zunchst ganz unmittelbare Auswirkungen, ausgelst durch die notwendigen Einschrnkungen unserer Bewegungsfreiheit und die Angst vor Ansteckung. Sie hat aber auch eine umfassende Diskussion ber die langfristigen Chancen und Risiken in Gang gesetzt, was dies fr die Gestaltung von Mobilitt und Verkehr insbesondere in unseren Stdten bedeutet.
Diese Diskussion sei eine unverhoffte Chance, schreibt er weiter aber nur, wenn sie mehr ist, als das Propagieren vermeintlich einfacher Lsungen. Die leeren Straen veranschaulichen mit aller Deutlichkeit, wieviel Platz in unseren Stdten wir derzeit noch den Autos opfern aber heit das wirklich, dass das Auto auch langfristig an Attraktivitt verlieren wird? Welche Gefahren bestehen fr den PNV?

(PNV = ffentlicher Personennahverkehr)


Die Gefahr besteht durchaus fr den V aber auch fr die bauliche Dichte in Stdten, jetzt, wo wir uns von allen anderen Menschen fernhalten sollen. Grundstzlich wird beides von Fachleuten nicht in Frage gestellt, aber Fragen werden gestellt, die sowohl V als auch den Stdtebau betreffen. Nicht ganz neu ist die Forderung nach einer polyzentrischen Siedlungsentwicklung wie zum Beispiel die Dezentralisierung relevanter Dienstleistungen im Gesundheitsbereich und in der Grundversorgung. Oder ganz generell die Politik der kurzen Wege, welche nebst dem V auch das zu Fuss gehen wieder in den Vordergrund rckt.
Auswertungen von Mobilittstrackings u.a. in Deutschland zeigen in der gegenwrtigen Situation, dass vor allem diese Art der Fortbewegung stark zugenommen hat. In die Pedale getreten wird offenbar bei diesem schnen Frhlingswetters auch vermehrt vor allem in der Freizeit. Ja natrlich auch das eigene Auto ist beliebt, wo man sich im Gegensatz zu Bahn und Bus isolieren kann.
Der Gastbeitrag von Burkhard Horn weist auf die grossen Herausforderungen im Verkehrs- und Siedlungsbereich nach der eigentlichen Pandemiekrise hin.

Burkhard Horn lebt in Berlin und war bis 2017 Leiter der Abteilung Verkehr der Berliner Senatsverwaltung fr Stadtentwicklung und Umwelt und ist jetzt freiberuflicher Berater an der Schnittstelle Verkehrspolitik/Verkehrsplanung. Er ist zudem Mitglied im Expertenrat der Stadt Zrich zur Umsetzung der Mobilittsstrategie 2025.

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